Liebe in Zeiten der Cholera
Der Schlüssel
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"An dem Tag, an dem sie Santiago Nasar töten wollten, stand er um fünf Uhr dreißig morgens auf, um den Dampfer zu erwarten, mit dem der Bischof kam."
Mit diesen unheilvollen Worten beginnt Gabriel Garcia Marquez den Rückblick auf eine Tragödie, die er als "Chronik eines angekündigten Todes" bezeichnet.
Seine sprachliche Zärtlichkeit, mit der er die südamerikanische Tradition, das Land und seine Menschen beschreibt, prallen hier auf Rituale, deren Sinn sich in der Unbequemlichkeit der Wahrheit verliert.
Dass der in seinem Schreiben auch noch ganz nebenbei den Mythos der für unsere Kultur allgegenwärtigen, südamerikanischen Liebe demontiert, macht das Buch zu einem kleinen Meisterwerk über die Sehnsüchte der Menschen.
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