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2009
Genre: Jazz Label: RCA / Sony V.Ö. 22.05.09 Bewertung 27°C Toll, dass es in Deutschland Supertalente gibt, die bereits mit sechs Jahren Frank Sinatra Schallplatten sammeln, mit 16 Jahren Tony Bennett live erleben durften und ihren Ausdruck stimmlich gekonnt zwischen Andy Williams und Dean Martin jonglieren. Da liegt es natürlich nicht fern, dass David Rose angesichts der Erfolge von Robbie Williams, Jamie Cullum, und Michael Bublé mit "Whispering Grass" gleich mal seine eigene Platte aufnimmt, bei der sogleich auch noch zwei Eigenkompositionen zwischen die Standards gemogelt werden. Wo aber Roger Cicero als deutscher Crooner bewusst mit seiner Muttersprache überzeugt, agiert David Rose nur wie ein englischsprachiges Abziehbild der späten 40er Jahre. Nichts ist von Glanz der Nat King Cole Ära zu spüren, nichts von der subtilen Zerissenheit Ella Fitzgeralds und Billie Holidays. Die nichts sagende Leere in der Interpretation dieser großartigen Kompositionen erinnert zu oft an eine singende Randfigur, die in einem ZDF-Zweiteiler über den Niedergang der Automarke Borgward bei der Weihnachtsfeier einen kleinen Auftritt haben könnte. [erschienen im Live In, Ausgabe 05/2009, Christian Hof] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||